Geschichte der Löschgruppe Birkelbach

  

1847 wurde die Pflichtfeuerwehr in Birkelbach unter Heinrich Saßmannshausen ins Leben gerufen!

 

Die Pflichtfeuerwehr war erforderlich, da keine Freiwillige Feuerwehr zustande kam.

Im Jahre 1857 wurde eine Feuerspritze der Fa. Wilhelm Grell zu Wetzlar (Handdruckspritze) angeschafft. Die Gesamtsumme von 140 Talern wurde nach Lieferung aus der Gemeindekasse Birkelbach bezahlt.

 

1858 wurde durch den Gemeindevorsteher Saßmannshausen Bedienmannschaft und Feuerläufer bestimmt.

 

Diese Anordnung erfolgte nach der Kreis-Feuer-Polizei-Ordnung vom 03. Februar 1834.

 

Im Jahre 1860 wurden von der Gemeindeversammlung vier lederne Feuereimer gewünscht, da Hanfeimer keine dauerhafte Haltbarkeit hatten.

1865 wurde eine Handfeuerspritze mit Brause angeschafft.

 

Einem Bericht von 1885 vom Feuerlöschinspektor Modersohn ist folgender Wortlaut zu entnehmen:

 

1)      Vorhanden sind eine alte, noch brauchbare ziemlich kräftige Spritze, 4 Eimer und genügend Anstelleitern.

2)      Löschwasser stets genügend im Bach vorhanden. Es fehlen zwar fahrbare und tragbare Wasserfässer, doch sind im Orte eine Anzahl Jauchefässer vorhanden, die im Brandfalle benutzt werden können.

3)      Die Löschmannschaften sind eingeteilt und sollen die Löschhilfe gut sein.

 

 

Im Jahre 1923 dachte man über Vergütung des Spritzenmeisters nach. Der Spritzenmeister sollte ab dem 01. Oktober 1922 jährlich 3.000 Mark erhalten.

Die damaligen Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde Birkelbach beliefen sich auf 489.500 Mark. Dieser hohe Beitrag hing mit der großen Geldentwertungsrate (Inflation) zusammen.

 

1925 wurden die mangelhaften Unterbringungsmöglichkeiten der Geräte, wie schon 10 Jahre vorher, bemängelt. Man entschloss sich das vorhandene Gebäude umzubauen. Das alte Spritzenhaus befand sich auf dem heutigen Dorfplatz vor „Decke“. 1927 wurde das alte Spritzenhaus in die ehemalige alte Schule verlagert. Dafür wurden die alten Aborte umgebaut.

 

In Folge des Todes des Spritzenmeisters beschloss die Gemeindevertretung, Heinrich Schürmann zu bitten, das Amt ehrenamtlich zu übernahmen. Als Stellvertreter wurde Heinrich Saßmannshausen (Klotz) gewählt.

 

1930 wurde das ehemalige Spritzenhaus an die Witwe Saßmannshausen für 25 Reichsmark veräußert und zum Abbruch überlassen.

 

In den Haushaltsplan der Gemeinde Birkelbach für 1935 war eine evtl. neu zu gründende Freiwillige Feuerwehr, neben dem alljährlich für Feuerzwecke erforderlichen Betrag, eine Summe von 1.000 Reichsmark eingesetzt worden.

 

Nun ist es aber trotz der größten Mühe nicht gelungen, die für eine Freiwillige Feuerwehr erforderliche Zahl von Feuerwehrmännern zu bekommen, sodass gemäß Verfügung des Herrn Landrats in der Gemeinde Birkelbach eine Pflichtfeuerwehr gebildet worden ist. Da bei dieser eine Uniformierung der Mannschaft nicht in Frage kam, verblieben die vorgesehen 1.000 Reichsmark am Ende des Rechnungsjahres als Bestand in der Gemeindekasse.

 

Die Alarmierung erfolgte in den Jahren der Pflichtfeuerwehr mit Kirchenglocken und Hornisten.

 

Ende des Jahres 1936 trafen sich unter der Leitung des Halblöschzugführers Heinrich Saßmannshausen („Klotz“), die Kameraden der damaligen Pflichtfeuerwehr in der „Alten Schule“ in Birkelbach um über die Möglichkeit der Gründung einer freiwilligen Feuerwehr zu beraten.

 

Man wollte mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr der Polizeiverordnung des Landes Preußen vom 01. November 1934, welche den reibungslosen Einsatz der Pflichtfeuerwehr regelt, aus dem Wege gehen. Das Gesetz sah drastische Bestimmungen vor, wie z.B. das Zahlen eines Zwangsgeldes bis zu 150,00 Reichsmark, ersatzweise 2 Wochen Zwangshaft, für unentschuldigtes Fehlen. So wurde schließlich Anfang des Jahres 1937 die Freiwillige Feuerwehr Birkelbach gegründet.

 

Dieser aus 36 Kameraden bestehende Halblöschzug wählte Wilhelm Bernshausen („Hermes“) zu seinem ersten Löschzugführer.

 

Des Weiteren wurden Maschinisten, Hornisten und Kassierer ernannt.

 

Die Ausrüstung der damaligen Feuerwehr bestand aus einer Handdruckspritze (Baujahr Ende 19. Jahrhundert) mit einigem Schlauchmaterial und Löscheimern.

 

In den Kriegsjahren 1939 – 1945 mussten auch die Männer aus Birkelbach ihren Kriegsdienst ableisten. Während dieser Zeit wurden die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr von älteren Männern, Frauen und Jugendlichen unter der Führung von Wilhelm Bernshausen wahrgenommen.

 

Während der letzten Kriegsjahre kamen viele der zu dieser Zeit vorhandenen Ausrüstungsgegenstände, u. a. auch der Tragkraftspritzenanhänger abhanden.

 

Von Mai 1945 bis Ende 1951 ruhte die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Birkelbach. Im Januar 1952 wurde die Freiwillige Feuerwehr Birkelbach durch die Initiative des damaligen Kreisbrandmeisters Stahlschmidt und des Amtbrandmeisters Uehlendahl wieder aktiv.

 

19 Kameraden stellten sich damals in den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Birkelbach. Ludwig Kaiser sen. (“Römers”) wurde als Wehrführer vorgeschlagen und auch einstimmig gewählt.

 

Diese Initiative 1952 stellte einen neuen Anfang dar. Nur mit Mühe konnten die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände beschafft werden, um im Brandfalle einigermaßen gerüstet zu sein.

 

Im Oktober 1962 war es dann soweit: Rechtzeitig zum 25-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Birkelbach wurde ein neues Feuerwehrgerätehaus eingeweiht, und es wurde gleichzeitig der Wehr ihr erstes motorisiertes Feuerwehrfahrzeug, ein „TSF 8“ übergeben. Das Fest zum 25-jährigen Bestehen wurde im großen Saal der damaligen Gaststätte Blecher („Reistenberger“) gebührend gefeiert. Während der Feier wurden auch zahlreiche Feuerwehrkameraden für langjährigen Dienst in der Feuerwehr geehrt.

 

Die Einsatzbereitschaft erhöhte sich durch das neue Fahrzeug beträchtlich, will die Einsatzstelle bedeutend schneller erreicht werden konnte als mit dem alten Gerät. Auch standen erheblich mehr Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung.

 

Im Jahre 1967 schied der Wehrführer Ludwig Kaiser aus dem aktiven Feuerwehrdienst aus. Er wurde für seine langjährige Tätigkeit als Wehrführer in der Freiwilligen Feuerwehr zum Ehrenbrandmeister ernannt.

 

An seine Stelle als Wehrführer trat nun Georg Grebe („Herdes“).

 

In den folgenden Jahren traten viele jüngere Kameraden in den dienst der Feuerwehr, dies ist ein Zeichen dafür, dass auch bei der jüngeren Generation der Wille da ist, Dienst für den Nächsten zu tun.

 

Im Jahre 1975 wurde im Zuge der kommunalen Neugliederung die Freiwillige Feuerwehr Birkelbach der Freiwilligen Feuerwehr Erndtebrück unter der Leitung von Wehrführer Dornhöfer aus Schameder als Löschzug angegliedert.

 

Am 13. und 14. Mai 1978 wurde in der Mehrzweckhalle in Birkelbach das 40-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Birkelbach gefeiert. An der Festveranstaltung nahmen viele benachbarte und befreundete Wehren teil. Während der Festveranstaltung wurden mehrere Kameraden für langjährigen Dienst in der Feuerwehr geehrt.

 

 

Aus der Hand von Gemeindedirektor Wilkes konnte Löschzugführer Grebe am 17. März 1979 die Fahrzeugschlüssel für das lang ersehnte neue Feuerwehrfahrzeug entgegennehmen. Das nun dem Löschzug Birkelbach zur Verfügung stehende „LF 8“ löste das schon etwas betagte „TSF 8“ ab. Mit dem neuen Fahrzeug konnte die Einsatzbereitschaft nachmals erhöht werden, weil zur Ausrüstung jetzt auch „Schweres Atemschutzgerät“ gehört. Außerdem besitzt das „LF 8“ eine Vorbaupumpe, sodass im Ernstfall zwei Pumpen eingesetzt werden können.

 

Am 09.03.1984 trat Georg Grebe aus gesundheitlichen Gründen als Löschzugführer zurück. Sein Nachfolger wurde Reinhard Schürmann („Mones“).

 

Im Jahre 1985 wurde die Freiwillige Feuerwehr Erndtebrück neu gegliedert. Die so entstandene Löschgruppe Birkelbach mit ihrem Löschgruppenführer Schürmann gehört seit dieser Zeit zum „Löschzug Wasser“ der Freiwilligen Feuerwehr Erndtebrück.

 

Seit dem Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Birkelbach und auch seit der Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr Erndtebrück wurden zahlreiche Lehrgänge auf Gemeinde-, Kreis- und Landesebene mit Erfolg absolviert.

 

Vom 21. bis 23. August 1987 wurde in der Mehrzweckhalle in Birkelbach das 50-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Birkelbach gefeiert. Am Freitag, den 21. August begann die Feier mit einem großen Festzug und einer Kranzniederlegung am Ehrenmal. Hier wurde den Gefallenen der Beiden Weltkriege, und den verstorbenen Kameraden gedacht.

 

Im Festkommers der um 20.00 Uhr begann begrüßte Löschgruppenführer Reinhard Schürmann die vielen Gäste aus Politik, Verwaltung, Vertreter der örtlichen Vereine, des Deutschen Roten Kreuzes, die anwesenden Feuerwehren sowie alle anderen Festgäste.

 

Über die bewegte Geschichte der vergangenen 50 Jahre berichtete Oberfeuerwehrmann Hubert Lange in seiner von ihm verfassten Chronik, in der die wichtigsten und interessantesten Stationen herausgekehrte wurden. Zahlreiche Ehrengäste gratulierten dem Geburtstagskind zum 50-jährigen Geburtstag, und wünschten auch für die Zukunft viel Glück.

 

Der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Kamerad Klaus Schneider eröffnete den Ehrungsreigen des Abends, indem er Oberbrandmeister Georg Grebe das silberne Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes verlieh. Außerdem erhielt Georg Grebe noch das goldene Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes für 35-jährige aktive Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr überreicht.

 

Für 25-jährige aktive Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr wurde Unterbrandmeister Wolfgang Riemann das silberne Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes verliehen.

 

Für 35-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Löschgruppe wurden zahlreiche Kameraden ausgezeichnet.

 

Zur Erinnerung an das 50-jährige Jubiläum wurden den sechs noch lebenden Gründungsmitgliedern eine Urkunde und ein Präsent überreicht.

 

Der Festkommers wurde vom Gemischten Chor Birkelbach gesanglich, und von den Original Wittgensteiner Musikanten und vom Tambourcorps Erndtebrück musikalisch umrahmt.

 

Mit einem „Großen Zapfenstreich“ um Mitternacht wurde der Festkommers beendet.

 

Am Samstag wurde mit einer Fahrzeugschau und Schauübungen der Festablauf fortgesetzt. Bei den Schauübungen machte mit einer historischen Übung die Löschgruppe Schameder.

 

Mit einem Feuerwehrball am Abend, wo Löschgruppenführer Schürmann zahlreiche Gäste, sowie benachbarte und befreundete Feuerwehren begrüßen konnte, ging der zweite Tag des Festes spät nach Mitternacht zu Ende.

 

Nach einem Frühschoppen mit Mittagessen und flotten Klängen der Original Wittgensteiner Musikanten gingen die Festtage am Späten Sonntagnachmittag des 23. August 1987 zu Ende.

 

Ein besonderes Festgeschenk stellt die jetzt gesicherte Finanzierung des Neubaus des Feuerwehrgerätehauses dar. Damit wird den modernen Normen über Größe und Ausstattung Rechnung getragen. Mit einem Baubeginn ist noch im Jahre 1987 zu rechnen.

 

Die Feuerwehrkameraden nahmen auch seit 1977 mit großem Erfolg an den Feuerwehrleistungsnachwiesen teil, die der Kreisfeuerwehrverband Siegen-Wittgenstein durchführt.

 

Glücklicherweise wurde in den letzten Jahren die Wehr nicht allzu oft zum Einsatz befohlen. Kleiner Brandeinsätze und Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, bei Sturmschäden und dergleichen gehören zum feuerwehrtechnischen Alltag. Trotzdem war sie sehr aktiv, wenn sie sich mit Rat und Tat an allgemeinen Projekten der Gemeinde beteiligte: Dabei sind noch gut in Erinnerung die Aktionen „Unser Dorf soll schöner werden“ und die Mithilfe bei der Renovierung der Mehrzweckhalle.

 

Am 05.05.1988 wurde der Grundstein für das neue Gerätehaus gelegt, welches am 17.11.1989 der Bestimmung übergeben wurde. Leider kam es während der Bauphase zu Großeinsätzen, die ohne Sirenenalarmierung durchgeführt wurden. Um die Einsatzbereitschaft herzustellen, wurden die Kameraden telefonisch informiert. Die Einsätze waren am Gehöft Lange in Birkelbach am 23.10.1988 und die landwirtschaftlichen Gebäude der Familie Müller in Womelsdorf am 19.12.1988.

 

Im Jahre 1989 erhielt die Löschgruppe im soeben eingeweihten Gerätehaus erstmals ein zweites Feuerwehrfahrzeug. Bei diesem Fahrzeug handelte es sich um einen Schlauchwagen (SW-2000) aus Bundesbeständen.

 

Im Jahre 1994 wurde eine Standarte angeschafft.

 

Am 15.03.1995 übergab HBM Reinhard Schürmann nach 11 Jahren sein Amt als Löschgruppenführer der Löschgruppe Birkelbach in die Hände von BM Karl-Friedrich Müller.

 

Am 28.09.1996 konnte die Löschgruppe Birkelbach Ihren 60-jährigen Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass wurde nachmittags rund um das Feuerwehrgerätehaus eine Fahrzeugschau für die Bevölkerung veranstaltet. Von der Alters- und Ehrenabteilung eine Übung mit alten Uniformen und Gerätschaften gezeigt. Auch die benachbarten Löschgruppen aus dem Gemeindegebiet führten Schauübungen sowohl mit historischen Kutschen als auch mit modernem Gerät durch. Nach einem großen Festumzug durch das geschmückte Dorf wurde in der Mehrzweckhalle mit zahlreichen Ehrengästen und befreundeten Löschgruppen gefeiert.

 

1997 wurde UBM Thomas Klotz bei den wachsenden Aufgaben der Löschgruppe Birkelbach im Rahmen einer Anhörung auf der diesjährigen Jahresdienstversammlung zum 2. stellv. Löschgruppenführer ernannt.

 

Erstmalig wurde 1998 auf Gemeindeebene in Birkelbach von der Löschgruppe Birkelbach eine Brandschutzwoche unter zahlreicher Teilnahme der Bevölkerung durchgeführt. Bei dieser Brandschutzwoche wurden Themen wie vorbeugender Brandschutz, Umgang mit Feuerlöschern sowie ein Übungsabend durch das Rote Kreutz durchgeführt. Die Brandschutzwoche endete mit einer Abschlussübung des Löschzuges II der Feuerwehr Erndtebrück sowie des DRK-Ortsverbandes Erndtebrück und der Bevölkerung.

 

 

 

 

 

Chronik 2000 - 2009

Besonderer Höhepunkt des Jahres 2000 waren die Feierlichkeiten anlässlich des 525-jährigen Jubiläums von Birkelbach. Die Löschgruppe, mit ihrem Gerätehaus im Zentrum des Dorfes gelegen, war hier tatkräftig bei der Sache. Begonnen wurde dieses Dorfjubiläum am 9.September mit einem Festgottesdienst in der Kirche zu Birkelbach. Nach anschließender Kranzniederlegung am Ehrenmal versammelte sich die Birkelbacher Bevölkerung und die örtlichen Vereine in der Mehrzweckhalle um gemeinsam einen Festkommers zu begehen. Die Löschgruppe wohnte dieser Veranstaltung mit zahlreichen Kameraden bei. An dem darauffolgendem Wochenende (16. + 17.September 2000) wurde im Birkelbacher Ortskern ein historischer Markt veranstaltet. Während dieses Festgeschehens war die Löschgruppe für das leibliche Wohl der zahlreichen Besucher zuständig. Darüber hinaus wurde um das Gerätehaus eine Ausstellung unter dem Motto „Feuerwehr im Wandel der Zeit“ präsentiert.

 

 

 

 

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Historischer Markt 16.+17.09.2000

 

 

 

 Weiterer Höhepunkt im Jahr 2000 war ein Besuch der Feuerwehr Bünde und Jesterburg, mit der zusammen mit allen Zügen der Freiwilligen Feuerwehr Erndtebrück eine Großübung im Schwarzbachtal durchgeführt wurde.

 

 

 Am 26.11.2002 bekam die Löschgruppe Birkelbach als Ersatzbeschaffung für das mittlerweile ausgemusterte Löschfahrzeug LF 8 ein neues Löschgruppenfahrzeug LF8-6. Dieses wurde durch einige Kameraden der Löschgruppe bei der Fa. Ziegler in Gingen abgeholt. Am 14.12.2006 wurde während eines Kommerses in der Fahrzeughalle das Fahrzeug offiziell an die Löschgruppe Birkelbach übergeben. Das neue LF 8-6 verfügt über einen 800 l Löschwassertank und neben einer fest eingebauten Feuerlöschkreiselpumpe FP 8/8 auch über eine ebenfalls neubeschaffte Tragkraftspritze TS 8/8 der Firma Rosenbauer.

 

 

 

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Fahrzeugweihe LF 8-6 am 14. Dezember 2002

 

 

 

 

 

Im Mai 2005 reiste erstmals eine Gruppe von 13 Mitgliedern der Löschgruppe Birkelbach auf Einladung der Feuerwehr Sökö/Sommarö (Espoo) für 5 Tage nach Finnland. Während des Aufenthalts wurde die Gerätehauseinweihung der Feuerwehr Sökö/Sommarö besucht, sowie am bunten Rahmenprogramm der finnischen Feuerwehrleute teilgenommen. Um diese junge Partnerschaft der Feuerwehren zu festigen, wurden die finnischen Kameradinnen und Kameraden für das darauffolgende Jahr zu einem Gegenbesuch nach Birkelbach eingeladen.

 

 

 

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Gruppenfoto Feuerwehrausflug nach Finnland 2005

 

 

 Am 26. November 2005 wurden einige Kameraden der Löschgruppe Birkelbach nach über 20 Jahren wieder zu einem Einsatz des Zuges „Überörtliche Hilfe“ gerufen. Der Einsatz führte die Feuerwehrleute ins Münsterland, wo durch einen plötzlichen Kälteeinbruch die Stromversorgung zusammengebrochen war. Die Löschgruppe war mit einer Einheit aus Brilon auf einem Gehöft Nähe Coesfeld für eine Nacht im Einsatz und half, die Stromversorgung für das landwirtschaftliche Anwesen aufrecht zu erhalten.

 

 

 

 

 

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Einsatz überörtliche Hilfe Münsterland

Gruppenfoto mit den Kameraden aus Brilon

 

 

 

Im März 2006 wurde die „Feuerwehrkameradschaft Birkelbach e.V.“ gegründet. Auf der Gründungsversammlung wurde Löschgruppenführer Thomas Klotz zum 1. Vorsitzenden der Kameradschaft gewählt.

 

 

 

Am 23. August 2006 konnte die Löschgruppe erstmals eine Delegation der Feuerwehr Sökö/Sommarö aus Finnland in Birkelbach zu einem fünftägigen Besuch begrüßen. An diesen Tagen wurden unter anderem verschiedene Wittgensteiner Sehenswürdigkeiten besucht, eine gemeinsame Wanderung unternommen und ein deutsch-finnisches Vogelschießen durchgeführt, wobei sich ein Kamerad aus Finnland als treffsicherster Schütze erwies. Weiterhin durften sich die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Sökö/Sommarö ins Goldene Buch der Gemeinde Erndtebrück eintragen. Am letzten Abend des Besuchs unserer finnischen Gäste wurde gemeinsam der 70. Geburtstag unserer Löschgruppe im Feuerwehrhaus gefeiert.

 

 

 

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Eintrag ins goldene Buch der Gemeinde Erndtebrück

 

 

 

Die Feier anlässlich des 70. Geburtstags der Löschgruppe Birkelbach fand am Samstag den 26. August 2006 beim Gerätehaus statt. Nach einem kleinen Festzug und einer Kranzniederlegung am Ehrenmal, begann ein „Tag der offenen Tür“ am Gerätehaus, wo neben einer Fahrzeugschau auch einige Schauübungen dargeboten wurden. Am Abend des Tages fand noch ein kleiner Feuerwehrball in der Fahrzeughalle statt. Zu Beginn dieser Veranstaltung begrüßte Löschgruppenführer Thomas Klotz die anwesenden Festgäste und gab in seiner Rede einen kleinen Rückblick auf die 70 jährige Geschichte der Wehr. Mit diesem Feuerwehrball endete der 70. Geburtstag der Löschgruppe Birkelbach erst in den frühen Morgenstunden des darauffolgenden Tages.

 

 

 

 

 

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70.Geburtstag LG Birkelbach am 26. August 2006

 

 

Das Jahr 2007 begann für die Löschgruppe Birkelbach mit einer Großschadenslage. Am 18. Januar fegte Orkan Kyrill über Wittgenstein hinweg und entwurzelte ganze Waldstriche. Die Löschgruppe hatte die Aufgabe die Straßen in und um Birkelbach passierbar zu halten. Diese Arbeiten mussten jedoch am Abend des 18. eingestellt werden da es zu einer zu hohen Gefährdung der Einsatzkräfte durch umstürzende Bäume kam. Die Räumungsarbeiten der Straßen wurden am Morgen des 19. Januars wieder aufgenommen, wobei einige Straßen nur durch Forstmaschinen wieder passierbar gemacht werden konnten.

 

 

Im November desselben Jahres erfolgte die Außerdienststellung des Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 nach insgesamt 37 Jahren im Einsatzdienst. Als Ersatz für das TLF erhielt die Löschgruppe ein gebrauchtes Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS aus Bundesbeständen vom Löschzug I.

 

 

 

Auf der Jahresdienstversammlung der Löschgruppe im März 2008 wurde UBM Steffen Grebe ebenfalls zum stellvertretenden Löschgruppenführer ernannt. Die Birkelbacher Wehr verfügt nun über zwei Stellvertreter.

 

 

 

 

 

 

 

Nach langer Planung ging im Oktober 2008 die digitale Alarmierung im Kreis Siegen-Wittgenstein in den Probebetrieb. Jedes aktive Mitglied der Löschgruppe wurde in diesem Monat mit einem digitalen Funkmeldeempfänger ausgestattet. Der Probebetrieb lief über drei Monate und in dieser Zeit wurden die Einsatzkräfte parallel über analoge Melder bzw. Sirene als auch über die neue Technik alarmiert. Vorteil der neuen Digitaltechnik ist die Zeitersparnis bei der Alarmierung, so können nun mehrere Einheiten parallel alarmiert werden. Außerdem bekommen die Kameraden schon bei der Alarmierung durch eine Textnachricht auf dem Melder Information über Art und Ort des Einsatzes. Seit dem 2. Januar 2009 wird die Löschgruppe Birkelbach nur noch digital alarmiert.

 

 

 

 

Im März 2009 gab BI Reinhard Schürmann sein Amt als stellvertretender Löschgruppenführer auf und UBM Steffen Grebe wurde alleiniger Stellvertreter von Löschgruppenführer Thomas Klotz.

 

 

 

Am 14. Mai 2009 machten sich 31 Mitglieder der Feuerwehrkameradschaft Birkelbach zum zweiten Besuch unserer Partnerfeuerwehr nach Finnland auf.  Auf dem Programm stand neben einer Stadtbesichtigung Helsinkis, eine Rundfahrt durch die Schärenküste, eine gemeinsame Wanderung und eine Besichtigung der Festungsinsel  Suomenlinna. Höhepunkt des Besuches war jedoch die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag der Feuerwehr Sökö/Sommarö. Auf dieser Veranstaltung hielt Löschgruppenführer Thomas Klotz ein Grußwort und nahm dieses zum Anlass eine Einladung an unsere finnischen Freunde zum 75. Jubiläum der Löschgruppe Birkelbach im Jahr 2011 auszusprechen.

 

 

 

 

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Gruppenfoto anlässlich des 60. Geburtstags der Feuerwehr Sökö/Sommarö

 

 

 

„ Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr“